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Der Künstler hat  acht Schlagzeugbecken auf die Trommel einer Mischmaschine montiert, die sich ihrer Funktion entsprechend dreht, und den Wasserstrahl eines Gartenschlauchs darauf gerichtet . Durch den Wasserstrahl werden nicht nur die Schlagzeugbecken aktiviert, sondern es entsteht auch so etwas wie eine Wand aus Wasser. Bei Sonnenschein würde das Licht durch die Wassertropfen gebrochen und reflektiert und es würde jenes atmosphärisch-optische Phänomen entstehen, das wir als Regenbogen kennen. In der Nacht ist dieses Phänomen allerdings nicht möglich, daher projiziert Lenz, an der Stelle, an der das Phänomen stattfinden würde und vielleicht stattgefunden hat, das Bild eines Regenbogens auf die Wasserwand und simuliert somit das Naturereignis. Bei dem Bild handelt es sich um eine Abbildung aus der bevorzugten Referenzquelle des digitalen Zeitalters, nämlich aus der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Das spezifische Naturereignis wird durch das gemeine Abbild, die Realität durch die Virtualität ersetzt und die Projektion wird zu einer Reflexion unseres Verhaltens im digitalten Zeitalter: „Zeig mir einen Regenbogen!“ „Schau auf Wikipedia nach!
Text Roman Grabner